Die Kirche in Limbach
Spätgotisch ist aber noch der Altarschrein. Er wurde 1963 zufällig hinter einer Verkleidung aus dem Jahr 1822 entdeckt. Leider fehlen die Seitenflügel. Im Jahr 1997 wurde der Schrein nach aufwendiger Restaurierung wieder aufgestellt. In der Mitte ist die Maria mit dem Kind dargestellt. Die Krone weist sie als Himmelskönigin aus. Ihre rechte Hand ist jetzt leer; die Reformatoren haben Ihr wohl das Lilienzepter entfernt. Das Kind auf ihrem Arm hält den Reichsapfel; es ist der Herr der Welt. Rechts neben Maria steht St. Nikolaus als Bischof; auf dem Buch in der Hand sind die drei Goldstücke zu erkennen, die er der Legende nach zur Aussteuer dreier armer Mädchen gestiftet haben soll. Links von Maria, ebenfalls als Bischof, sehen wir St. Martin; in der Hand hält er die eine Mantelhälfte; zu seinen Füßen sieht man den Bettler. Beachtenswert ist der evangelische Beichtstuhl als Durchgang zur Kanzel. Die Jahreszahl auf einem der Bilder weist auf seine Entstehungszeit 1727 hin. Das Gemälde links zeigt den Propheten Samuel im Gespräch mit König David, der um der Frau Batseba willen einen Mord begangen hat. Das andere zeigt Petrus, der entgegen allen vorherigen Beteuerungen Jesus verleugnet hat. Die Orgel ist im Osten gebaut. Die hinter der jetzt sichtbaren Brüstung noch vorhandene alte Brüstung zeigt, dass schon früher dort eine Orgel gestanden haben muss. Die jetzige einmanualige mechanische Orgel stammt aus dem Jahr 1848 und ist ein Werk des Bornaer Orgelbauers Kreutzbach. Im Jahr 2004 durften die Glocken nicht mehr geläutet werden, da die Statik des gesamten Turmes aus den Fugen geraten war. Im Herbst 2004 musste sogar die Laterne vom Kirchturm entfernt werden, da sie abzustürzen drohte. Spezialisten brachten Stabilität in den Turm. Im Jahr 2005 war der Bau beendet. Im Inneren ist ein neuer Glockenstuhl, der nunmehr nur noch zwei statt wie bisher drei Glocken trägt.
Quellen: Neue Sächsische Kirchengalerie, Leipzig 1901; Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Dresden 1905 Unsere Bankverbindung:
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